Wir leben im Moment in einer sehr unsicheren Zeit. Das Corona Virus hat sich zu einer Pandemie ausgebreitet und das Leben, nicht nur in Deutschland, vollkommen durcheinander gebracht.

Die meisten von uns, inklusive mir, sind in einer Zeit aufgewachsen, in der Stabilität und Wohlstand selbstverständlich waren. Natürlich hatte man täglich sein Essen auf dem Tisch, wenn man wollte auch drei Mal am Tag ein saftiges Steak. Abends noch mit Freunden einen Trinken gehen und danach in die Disko.

Das alles änderte sich schlagartig im März mit der Einführung von Beschränkungen, die man bis dato noch nicht einmal von Diktaturen kannte. Von jetzt auf gleich durfte man sich nicht mehr mit seinen Freunden treffen oder zum 90. Geburtstag der Oma fahren. Viel zu gefährlich! Auch Kontaktsport, wie Kampfsport wurde verboten. Schließlich überträgt sich dieses schlimme Virus ja binnen Sekunden. Das dachte man im März zumindest noch. Dass es tatsächlich eher 15 Minuten im selben Raum mit einem Abstand von unter 1,5 Metern sind, weiß man inzwischen Gott sei Dank.

Ich musste das Dojo schließen und stand vor der Herausforderung das Training, das logischerweise mit Kontakt ausgeübt werden muss, schließlich lernt man sich gegen reale Angriffe zu verteidigen, online abzuhalten. Dies löste eine unheimliche Angst in mir aus. Angst vor dem unverschuldeten finanziellen Ruin durch das Verbot meinen Beruf ausüben zu können. Angst davor, dass die Mitglieder das Onlinetraining nicht annehmen würden. Angst davor zu versagen. Angst davor nie wieder das tolle Dojo nutzen zu können, das so viel Geld kostet und in das ich so viel Arbeit und Liebe investiert hatte. Meine Nerven lagen blank, das hat mein Umfeld leider auch zu spüren bekommen, denn ich bin nicht perfekt, auch wenn ich es gerne wäre. Corona hat uns alle unter enormen Druck gesetzt und hat damit ein Gutes bewirkt. Die Masken der Menschen sind gefallen. Ich habe einen Störenfried in meinem Dojo entlarvt, der hinter meinem Rücken gegen mich geschossen und den Erfolg torpediert hat. Wahrscheinlich wäre das ohne Corona lange so unentdeckt weitergegangen. Ich habe mich von ihm getrennt und mich seiner negativen Energie entledigt. Das Dojo läuft seit dem so gut wie noch nie.

Und da liegt die große Chance in Corona. Dieses Virus, so schlimm es von außen auch aussehen mag, ist ein Auslöser für eine Zeitenwende. Oberflächliches Gelaber will keiner mehr hören. Das sogenannte “Netzwerken”, in dem man so tut als wäre man nett und toll und hätte Freunde überall, obwohl man in Wahrheit nur den eigenen Vorteil im Sinn hat, weicht dem tiefgründigen, dem echten, der Liebe. Vieles wird von der Offline-Welt in die Online-Welt verlagert. Neue Geschäftszweige entstehen und alte vergehen. Mit dem Januar 2021 wird das sogenannte “Luftzeitalter” endgültig Einzug erhalten. Unser Leben wird von rapidem Wandel und starken Unsicherheiten geprägt sein. Das solide Fundament der Erdepoche, auf dem wir alle unser Leben lang standen, wird es dann absolut nicht mehr geben. Die Menschheit steht vor dem größten Wandel seit 200 Jahren. Wer sich weigert Kampfkunst virtuell zu unterrichten wird aussterben, wie einst die Dinosaurier. Und auch ich bin dabei mehr und mehr Online Kurse zu kreieren und die bestmögliche Erfahrung mit virtuellen Mitteln zu ermöglichen.

Und nach der langen Einleitung komme ich jetzt zum Punkt. Warum Kampfkunst bzw. die Ausübung einer echten Kampfkunst eine riesen Chance für dich ist, in diesem neuen Luftzeitalter zu bestehen und erfolgreich zu sein.

Echte Kampfkunst ist eine Schulung nicht nur des Körpers, sondern auch des Geistes! Echte Kampfkunst findet nicht nur im Dojo, Gym, Sporthalle statt sondern immer und überall. Beim Schlafen, beim Shoppen, beim Essen, beim Arbeiten. Überall! Denn echte Kampfkunst vermittelt Dinge, die in der letzten Zeit verloren gegangen sind und die in Zukunft im Chaos wichtiger denn je werden! Innere Stärke, Zielstrebigkeit, Gelassenheit, Ausgeglichenheit und Disziplin. Wenn um dich herum alles zusammenbricht, weil mal wieder ein Lockdown passiert, musst du stehen. Du musst dem entgegenstehen und darfst nicht wackeln. Du musst stark sein und deinen Weg gehen, koste es was es wolle. Denn wenn du von deinem Weg abkommst, wirst du von der Welle von deinen Füßen geholt und weggespült.

Dies passiert gerade Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt. All diese Menschen verlieren ihren Job, ihre Existenz, ihre Familie und damit ihren Halt. Sie verstehen nicht, dass ihr Halt in ihnen ist. Dass sie es sind, die sich selbst den Halt geben müssen und nicht der Arbeitgeber, die Ehefrau oder der Ferrari vor der Tür.

Das Ausüben von Kampfkunst über Jahre stärkt genau das. Das sogenannte Innere Schwert, das jeden Tag noch ein Stück schärfer wird und noch härter. Wenn alles um dich herum zusammenbricht musst du in dir zentriert sein, du musst dir selbst den Halt geben. Daher ist Meditation und Energiearbeit, die mit er Kampfkunst kommt unverzichtbar. Du wirst in der Lage sein gelassen zu bleiben, nachzudenken und bedacht zu handeln, während andere in pure Panik verfallen und sich und andere weiter ins Chaos stürzen.

Das Luftzeitalter wird nicht nur unsere Welt digitaler und damit den Geist vom Körper abgetrennter machen, sondern auch die Kampfkunst. Die geistige Stärkung in Verbindung mit Energiearbeit und Kata wird stärker in den Fokus rücken und dieses stupide aufeinander Einkloppen, das von MMA und anderen “modernen” Kampfsportarten propagiert wird, wird an Bedeutung verlieren. Kata und Energiearbeit kann man von überall machen. Balance, Fokus, Kraft und Technik kann man so zu Hause, im Urlaub, bei der Arbeit, im Wald, auf dem Meer, im Flugzeug, im Zug wo auch immer, trainieren. Ein Kata-Onlineseminar auf 20.000 Meter Höhe klingt doch mal interessant.

Wie genau sich die Kampfkunst bzw. auch der Kampfsport in Zeiten von Corona und danach entwickeln wird ist offen. Sicher ist, das Geistige wird wichtiger werden, denn vieles wird Online von überall verfügbar gemacht werden aber sicher ist auch, das physische Üben mit einem Partner ist unersetzlich. Wir werden sehen was die Zukunft bringt.